Wyrmboxreport 5: Invasion der Ameisen

Posted on 2017-05-02 by fp
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Das Endprodukt der kleinen Wurmbox ist erstaunlich; drei Säcke guten Humus hat Sie im Jahr 2016 produziert. Dann war Winter und der Wurmmetabolismus ist deutlich ausgebremst worden, was, ohne die ständige Verfügbarkeit von Gewächshaus- und Fluggemüse kein Problem wäre. In der globalisierten Welt droht allerdings im Winter die Überfüllung der Wurmbox durch die, saisonal unpassende, Fülle an vegetabilen Küchenabfällen. Nicht, dass ich mich über die ganzjährige Verfügbarkeit von vitaminreichen Lebensmitteln nun direkt beschweren möchte, aber der begeisterte Wurmdompteur sinniert in solchen Zeiten verstärkt über die konstruktion einer Innenraumwurmbox.

Jetzt ist wieder Frühling, die Temperaturen steigen und die Würmer werden aktiver. Über den Winter haben sich immerhin zwei Eimer Humus angesammelt, die jetzt das Tomatenhochbeet und die Erdbeerampeln mit frischen Nährböden versorgt haben. Weil, bei aller Wurmliebe; die wahre Freude ist ein Balkongarten nur mit anständiger Ernte.

So öffnete sich im letzten Schnee im April unsere Wurmbox zur neuen Saison und zeigte uns… AMEISEN! Was ein Schock im frühen Jahr, Ameisen stehlen einem das Honigbrot und halten sich vor allem Blattläuse — und Blattläuse sind, bei aller Liebe zur Artenvielfalt, auf liebevoll gehegten Balkonpflanzungen unerwünscht.

Das Problem ist glücklicherweise schnell aus der Welt geschafft. Auf der allwissenden Müllhalde findet sich fast sofort der rettende Hinweis: Ameisen hassen nasse Erde — Kompostwürmer, dagegen, mögen es feucht. Ein kurzer Schwenk mit der Gießkanne hat die Insekten in kürzester Zeit verscheucht und die Wurmpopulation hat sich ebensoschnell wieder restauriert gehabt — und der Kompostarchitekt freut sich wieder an der schleimigen, kriechenden Masse in seinen Küchenresten.

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