Zustandsbericht SCience ORGaniser

Posted on 2018-01-31 by lars
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Es gäbe deutlich wichtige Dinge über die man lange diskutieren könnte. Volkwagen zum Beispiel. Wie kommt eine Firma die 1937 durch Nazi-Organisationen in Deutschland aus der Taufe gehoben wurde dazu Studien zu beauftragen, in denen Lebewesen Abgasen ausgesetzt werden? Oder der Exit vom Brexit der Brexiteers, wenn sich einzelne “Hard Brexit”-Einpeitscher privat vollumfänglich aus dem Brexit exiten indem sie einfach mal kurz Europäer werden. Da ist es fast weniger skuril zu beobachten, wie sich die Großkoalitionäre mit riesigen Worten um unwesentlich kleine Zahlen streiten, etwa ein paar tausend Familiennachzügler. Als würden sich die verschiedenen Entscheider einen Wettkampf in Realsatire liefern.

Da ziehe ich mich lieber auf die Dinge zurück bei denen ich weniger oft versucht bin mit dem Kopf auf die Tastatur zu schlagen und packe eines meiner ewigen Projekte aus, den SCience ORGaniser.

Da ich auf dem 34c3 eine kurze Gelegenheit hatte die Werbetrommel für die Lebensart der habituellen Automatisierung zu rühren (mit durchaus diskussionswürdiger Qualität des Vortrags) will ich mich endlich auch mal selbst wieder dem angenehmen Hackerleben zuwenden.

Die Software ist aktuell vom Plan der umfänglichen Networking-Projectmonitoring-Literaturemanaging-Anwendung immer noch weit entfernt, kann aber seit einiger Zeit schon verlässlich wesentliche Teile meines Lebenslaufs generieren. Das ist insbesondere dann schön, wenn man die unterliegende Datenbank halbwegs zuverlässig füllt.

Allerdings fehlt dazu noch eine schöne Schnittstelle. Aktuell findet die Dateneingabe noch direkt in der Datei in TURTLE-Notation statt. Und so schön das auch ist, der Sinn der Sache ist ein anderer. Und so muss ich langsam zum Prinzip zurückfinden, meine Prozesse nicht ewig manuell durchzuführen, sondern eben gewohnheitsmäßig zu automatisieren. Das macht letztendlich nicht nur Spaß, sondern führt zu einer sehr selbstbestimmten Form der Computernutzung. Wenn einem ein Werkzeug fehlt, dann, so ist eines der Versprechen des Computers, dann kann man sich dieses (schnell) selbst bauen.

Bisher ist dieses Versprechen nur gegenüber einer recht überschaubaren Menge an Menschen eingelöst, die die — zugegeben recht hohen — Hürden zum selbstständigen Programmieren immer wieder überwinden. Letztlich bildet man sich so auch weiter und vor allem versteht man besser was man tut, wenn man es jemandem erklärt — auch, wenn das nur der Computer ist, dem man das seine Prozesse deutlich macht.

Deshalb stelle ich hier kurz meinen Plan vor.

Ziel ist die Eingabe und Ausgabe (oder die Suche) über die Kommandozeile — weil ich zur GUI schon mehrmals angesetzt habe und das nie was geworden ist. Damit das geht muss ich allerdings erst einmal die Datenbankkonfiguration irgendwo aufschreiben, insbesondere damit das Programm wissen kann, wo die Eingaben letztlich landen sollen. Wenn ich einen neuen Kontakt einfüge, dann soll der bitte nicht in der Datenbank für Vorträge und Konferenzen landen, sondern im Adressbuch.

Die Konfiguration sollte dann natürlich auch in turtle formuliertes RDF sein.

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